Umweltbundesamt fordert, Medikamenten-Inhalte zu prüfen
Mensch, Tier und Pflanze nehmen über das Trinkwasser einen Cocktail der unterschiedlichsten Wirkstoffe von Medikamenten auf. Diese Mischung bedeute allerdings keine akute Gefahr für den Menschen, erklärten Experten vom Umweltbundesamt (UBA) Mitte 2003 in Berlin. "Wir wollen nur ohne jeden Alarmismus aufzeigen, wo künftige Probleme entstehen" betonte UBA-Präsident Andreas Troge. Allerdings seien dringend Leitlinien zur Umweltbewertung neu zugelassener Arzneimittel nötig, forderte er. Die in Medikamenten enthaltenen Wirkstoffe gelangten meist unverändert über den menschlichen oder tierischen Organismus in die Kläranlagen und von dort ins Oberflächengewässer. "Viele Mittel sind chemisch außerordentlich stabil", sagte Troge.
Wenn sie dann auch noch wasserlöslich sind, gelangten sie ins Grundwasser und von dort ins Trinkwasser. Konkrete Nachweise habe die Prüfung eines Mittels zur Verhütung von Schwangerschaften ergeben, erklärte der Wissenschaftler Jan Koschorreck. Das Medikament, das als Pflaster auf den Markt kommen soll und kurz vor der europäischen Zulassung stehe, habe eine besonders hohe Konzentration des in allen entsprechenden Präparaten enthaltenen hormonellen Wirkstoffes Ethinylestsradiol, kurz EE2 genannt.
"Ab einer Konzentration von 0,5 Nanogramm pro Liter sind chronische Wirkungen für Fische zu erwarten", sagte Koschorreck. Im Gegensatz zur Anti-Baby-Pille habe sich jedoch gezeigt, dass ein Teil des EE2 vom Körper aufgenommen werde und nur der Rest in die Umwelt gelange. Würde das gebrauchte Pflaster außerdem noch gesondert entsorgt, würde die Umweltbelastung von EE2 deutlich sinken, erklärte Koschorreck.
Wenn sie dann auch noch wasserlöslich sind, gelangten sie ins Grundwasser und von dort ins Trinkwasser. Konkrete Nachweise habe die Prüfung eines Mittels zur Verhütung von Schwangerschaften ergeben, erklärte der Wissenschaftler Jan Koschorreck. Das Medikament, das als Pflaster auf den Markt kommen soll und kurz vor der europäischen Zulassung stehe, habe eine besonders hohe Konzentration des in allen entsprechenden Präparaten enthaltenen hormonellen Wirkstoffes Ethinylestsradiol, kurz EE2 genannt.
"Ab einer Konzentration von 0,5 Nanogramm pro Liter sind chronische Wirkungen für Fische zu erwarten", sagte Koschorreck. Im Gegensatz zur Anti-Baby-Pille habe sich jedoch gezeigt, dass ein Teil des EE2 vom Körper aufgenommen werde und nur der Rest in die Umwelt gelange. Würde das gebrauchte Pflaster außerdem noch gesondert entsorgt, würde die Umweltbelastung von EE2 deutlich sinken, erklärte Koschorreck.
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Dr. rer. nat., habil. Ing., Dipl.-Chem., R. Frey,
Universitäts Professor (C4)
p.dokt.techn.nauk/Staat
Inhaber Josef Piotr Gamon
Dipl. Ing. (FH) Borchardt
Dipl. Ing. (FH) Schiepeck
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