Arsen
Das Schwerme
tall Arsen kommt nahezu in jedem Untergrund vor. Je nach Zusammensetzung des Gesteins und Weg des Grundwassers gelangt es auch in die Trinkwasserversorgung. Das Schwermetall Arsen hemmt die Reparatur von Erbgutschäden. In einer Studie der Dartmouth Medical School wurde die bestehende Annahme unterstrichen, dass Arsen als Co-Karzinogen wirkt. Selbst verursacht das Schwermetall keinen Krebs.
Das Team nutzte molekulare Tools, um auf einer laufenden Studie zur Analyse des Krebsrisikos bei Personen, die Arsen über Brunnenwasser konsumieren, aufzubauen. Untersucht wurden Zehennägel, bei denen sich herausstellte, dass sie sich als Biomarker gut eignen: Die Arsenwerte der Zehennägel korrelieren mit der Arsenmenge im Körper. Je höher die Arsenmenge im Körper war, umso weniger stark wurden wichtige Reparaturgene abgelesen. Anhand der genetischen Information der speziellen Gene werden Proteine hergestellt, die gewöhnlich beschädigte DNA-Stücke herausstellen und die Reparatur des Erbguts ermöglichen. In einer späteren Studie wurde festgestellt, dass Arsen die Rezeptoren für Hormone beeinflussen kann und zu veränderten Reaktionen an diesen führt.
Quelle:
Dr. med. Antje Müller-Schubert
Goldgelbe Regenwürmer entdeckte der britische Boden-Experte Trevor Piearce von der University of Lancaster. Eine neue Art? Gelbsucht? Beides falsch, es waren ganz normale und ganz gesunde Würmer, sie waren nur eben nicht rosig, sondern gelb.
Und dann kam der Wissenschaftler drauf: Die gelben Regenwürmer lebten im toxischen Boden rund um eine alte Arsen-Mine in Devon. Ihre gelbe Färbung hatte offenbar damit zu tun, dass sie das Gift mit dem Boden aufnahmen, berichtet “Nature” online.
Regenwürmer seien also ein einfacher Indikator dafür, dass Boden mit Arsen verseucht sei, meint Piearce. Mehr noch: Die putzigen Tierchen sorgen auch dafür, dass der Boden von Arsen gereinigt wird. Dem stimmt der Regenwurm-Experte John Morgan von der University of Cardiff zu.
Es sei außerdem bekannt, dass Regenwürmer sich bei anderen Schwermetallen verfärben: Ist Blei im Boden, werden sie tief schwarz, bei Zink fast durchsichtig.
Quelle: Ärzte-Zeitung 04.03.2003
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