Umkehrosmose
Osmose ist ein natürlicher Vorgang, dem Wasser folgt. Wie in Kapitel 2 auf Seite 28 beschrieben, wird dies besonders dann „sichtbar“, wenn eine semipermeable Membran die Trennung zwischen zwei Flüssigkeitsräumen darstellt. Wasser strömt so lange durch die Membran, bis in jedem Flüssigkeitsraum ein Konzentrationsausgleich geschaffen ist.
Dabei kann es zu einer ungleichen Wassermenge auf beiden Seiten der Membran kommen. Diese Technik der Osmose erweist sich nicht nur für den Körper als ideal sondern findet ebenfalls in der Wasseraufbereitung ihren Einsatz. Denn die Strömungsrichtung des Wassers lässt sich durch Hinzunahme von ausreichend Druck beeinflussen, um nicht den Effekt der Verdünnung und des Ausgleichs zu erzielen sondern den Effekt der nahezu restlosen Trennung von belastenden Inhaltsstoffen. Druck ist also in der Lage, die Osmose umzukehren! Das bedeutet, eine salzhaltige Lösung wird auf die Membran gepresst, die jedoch nur für Wassermoleküle permeabel ist. Während also die nicht durchgängigen Teilchen zurückgehalten werden und in der Regel über den Abfluss aus dem System herausgespült werden, sammelt sich jenseits der Membran nahezu komplett sauberes Wasser. Um diese Technik im Haushalt anzuwenden, reicht in der Regel sogar der übliche Wasserdruck der Hausleitungen aus. Kernstück jeder Membranfilteranlage ist eine mehrlagige Membran, die aus organischen Polymerwerkstoffen besteht. Die Poren in dieser Spezialmembran sind so winzig (in der Größenordnung eines millionsten Millimeters), dass allein Wassermoleküle hindurchpassen. Was die Natur vorbildlich seit Jahrmillionen umsetzt, wurde durch Lasertechnik möglich.
Quelle:
Dr. med. Antje Müller-Schubert
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